Podiumsdiskussion –
Ethik und Kunstgeschichte im globalen Rahmen
Ist CIHA mehr als ein Träger für große internationale Kongresse? Welches Ansehen hat dieser Verband, in dem Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker aus Universität, Museum, Denkmalpflege und Kunstmarkt aus aller Welt zusammenkommen? Wie steht er zu den anderen Organisationen, die sich weltweit mit Kunst und Kulturerbe befassen und sich gleichfalls mit großen Lettern schreiben, wie ICOM, ICOMOS und UNESCO - alle drei durch prominente Mitglieder in der Debatte vertreten. Wichtige Fragen werden sein: Wollen und können alle nationalen Komitees von CIHA sowie ICOM, ICOMOS und UNESCO sich auf gemeinsame ethische Grundsätze berufen und verpflichten? Könnte das die Position der Kunstgeschichte und der Kultur weltweit stärken? Und wie stehen wir zu anderen die Kunstgeschichte betreffenden Fragen der internationalen Kulturpolitik und -diplomatie?
Vom Politischen zur Politik: Sollte die Verantwortung für die gemeinsame Bearbeitung kunsthistorischen Fachfragen der Forschung und des Diskurses auch eine Verpflichtung auf die Menschenrechte umfassen und sollte das CIHA Büro etwa auch Briefe an Staatsautoritäten schreiben, in denen die Freiheit der Kunst, der Künstler und der Kunsthistoriker gefordert wird? Die “Erklärung der kulturellen Menschenrechte” (2007) formuliert ein persönliches Recht eines Jeden auf Kulturerbe und, wie wir hinzufügen dürfen, auf Kunst als fundamentales Menschenrecht. In welcher Weise kann dies die Arbeit von Kunsthistorikerinnen und Denkmalpflegerinnen im globalen Maßstab betreffen?
Es diskutieren:
- Katerian Stenou, Paris, UNESCO, Directrice plateforme intersectorielle pour la culture de la paix et de la non-violence
- Mylène Bidault, Genf, UNO, Human Rights Officer
- Moritz Wullen, Berlin, Direktor der Kunstbibliothek, Mitglied von ICOM
- Horst Bredekamp, Berlin, Humboldt-Universität, lange Zeit Mitglied des CIHA Bureaus
Es moderiert:
Gabi Dolff-Bonekämper, Berlin, Technische Universität
Es präsidiert:
Ulrich G. Großmann, Nürnberg, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums
Veranstaltungsort:
Dienstag, den 17. Juli 2012, 18.30-20.30 Uhr
NCC Nürnberg, Frankenhalle

